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Liechtensteins Industrie wächst weiter - Auslandsumsatz über 7 Milliarden Franken

Vaduz, 13. Juli 2018. Der Auslandsumsatz der Industrie-Mitgliedsunternehmen der Liechtensteinischen Industrie- und Handelskammer (LIHK) hat im Jahr 2017 um sehr erfreuliche 6,3 % gegenüber 2016 zugelegt. Das Umsatztotal beträgt nun rund 7,2 Milliarden Franken und wird von 30 Industrie-Unternehmen in über 160 Ländern generiert. Dieser Erfolg zeigt deutlich auf, dass liechtensteinische Produkte auf dem Weltmarkt geschätzt und konkurrenzfähig sind. Vor dem Hintergrund des weiterhin sehr anspruchsvollen internationalen Marktumfeldes kann diese Steigerung in Summe als sehr gut beurteilt werden.

 

 

Deutschland, USA und Schweiz sind wichtigste Handelspartner

 

In den zehn umsatzstärksten Absatzländern allein wird von den LIHK-Industrie-Mitgliedern rund 70 % des gesamten Auslandsumsatzes erwirtschaftet. Deutschland ist seit Jahren auf dem ersten Platz der absatzstärksten Länder, knapp gefolgt von den USA. Die Schweiz ist mit etwas Abstand der drittwichtigste Handelspartner. Weil der liechtensteinische Markt für Industrieprodukte äusserst klein ist, ist die Schweiz für viele liechtensteinische Industrieunternehmen zum eigentlichen Heimmarkt geworden. Die engen und guten Beziehungen zur Schweiz sind deshalb sehr wichtig für den Industriestandort.

 

Der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) bildet mit einem Anteil von rund 43 % oder 3,1 Milliarden Franken Auslandsumsatz mit deutlichem Abstand den wichtigsten Wirtschaftsraum für liechtensteinische Industrieprodukte, gefolgt vom amerikanischen Kontinent mit 21 % oder 1,5 Milliarden Franken und Asien mit ebenfalls 1,5 Milliarden Franken. Im Vergleich zum Vorjahr wuchsen die Umsätze nach Asien/Pazifik deutlich stärker als im EWR-Raum und Nord-, Mittel- und Südamerika. Neben den traditionellen Märkten in Europa und Nordamerika werden jene in Asien sowie Mittel- und Südamerika für die Industrieunternehmen immer wichtiger.

 

 

Personalwachstum im In- und Ausland

 

Bei den 30 Industrie-Mitgliedsunternehmen der Liechtensteinischen Industrie und Handelskammer arbeiteten Ende 2017 rund 10‘200 Beschäftigte in Liechtenstein. Dies entspricht einem Zuwachs von 2,2 % gegenüber Vorjahr. Während der Anstieg des Personals in Liechtenstein moderat ist, ist der Personalbestand in den Auslandsniederlassungen um fast 7 % angestiegen. Ende 2017 waren somit neben dem Personal in Liechtenstein weitere 53‘400 Personen in den Auslandsniederlassungen der LIHK-Industrieunternehmen in rund 70 Ländern beschäftigt.

 

Von den in Liechtenstein Beschäftigten sind rund 82 % Berufsleute mit Lehrabschluss und Mitarbeitende mit höherer Ausbildung. Die über 400 Lernenden machen einen Anteil von rund 4 % der Beschäftigten aus. Die Anzahl der Angelernten nimmt seit Jahren ab, deren Anteil beträgt noch gegen 14 %.

 

Im Bereich Produktion und Logistik arbeiten rund 45 % der Beschäftigten. Im für die Zukunft des Industriestandorts Liechtenstein wichtigen Bereich Forschung und Entwicklung ist in den letzten zwanzig Jahren der Anteil der Beschäftigten von 9 % auf rund 25 % angestiegen; das zeigt die grosse Bedeutung, welche die Betriebe dem Thema Innovation beimessen.

 

 

Über eine halbe Milliarde Franken für Forschung und Entwicklung

 

Der Personal- und Sachaufwand für Forschung und Entwicklung (F+E) in den Industrie-Mitgliedsunternehmen der LIHK ist 2017 um über 12 % angestiegen und beträgt nun 546 Mio. Franken. Die Kosten fallen in der Forschung und der Grundlagenentwicklung, in der Produktentwicklung oder in der Verfahrensentwicklung an. Diese Aufwendungen für F+E entsprechen einem Anteil von rund 9 % des liechtensteinischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Im internationalen Vergleich sind diese Aufwendungen der Privatwirtschaft überdurchschnittlich hoch.

 

Der hohe Stellenwert von F+E gilt als einer der Erfolgsfaktoren der liechtensteinischen Industrie. Um im internationalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben, sind die Betriebe dauernd gefordert. Die grossen Konzerne genauso wie die KMU festigen ihre starke Stellung dank unermüdlicher Innovation.

 

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